Die Schulordnung der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau
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Die Schulordnung der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau sagt: „Die Steinzeit ist vorbei. (…) Prügeleien lassen wir nicht zu. (…) An unserer Schule wird niemand bedroht oder erpresst. Klar !?“

geschrieben am 9. April 2017

In der Schulordnung der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau (siehe oben) steht klar und deutlich: „Die Steinzeit ist vorbei. (…) Prügeleien lassen wir nicht zu. (…) An unserer Schule wird niemand bedroht oder erpresst. Klar !?“

Die Schulordnung zeigt also klare Kante. Der 14jährige jüdische Schüler wurde geschlagen und getreten – und obwohl die Mutter das dem Schulleiter Uwe Runkel meldete, ging der Prügel-Terror weiter. Kann Herr Runkel seine eigene Schulordnung nicht durchsetzen ? „Die Steinzeit ist vorbei“, behauptet die Schulordnung von Friedenau. Die Realität sieht leider anders aus …

Schulinspektor Dr. Daniel Latk vermerkte 2015 in seinem Inspektionsbericht auf Seite 7: „Im Sekundarschulteil der übrigen Klassen gehen die Lehrkräfte nicht so konsequent vor wie in den Gruppen des Produktiven Lernens. Auf Regelverstöße und Störungen durch einzelne Jugendliche reagieren die Lehrerinnen und Lehrer sehr unterschiedlich.“ Das meint wohl, dass Schüler jedenfalls bei bestimmten Lehrern kaum Konsequenzen ihres Tuns befürchten müssen. Und weiter heißt es im Inspektionsbericht (Seite 7): „Es fällt auf, dass es über die in allen Klassenräumen ausgehängten ‚goldenen Regeln‘ hinaus keine schulweiten Vereinbarungen, z. B. hinsichtlich des Umgangs mit Verspätungen, gibt“. Der Bericht kritisierte also, dass es nur die Schulordnung gibt – aber genauere Bestimmungen darüber, was bei Regelverstößen konkret passieren wird, fehlen …

Link zum Inspektionsbericht