Österreich - Geschichte
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Dr. Klaus A. Lankheit, Archivleiter des Instituts für Zeitgeschichte München, in seiner Email vom 3. August 2017: „Beim abgebildeten Hauptsturmführer handelt es sich also mit ziemlicher Sicherheit nicht um Adolf Eichmann.“
geschrieben am 8. August 2017 Am 10. März 2017 wandte sich das Marie-Josenhans-Institut in einer Email an das Institut für Zeitgeschichte München. Die eigentliche Frage war: Welche Männer sind neben Eichmann auf dem in Wien gefundenen Foto abgebildet ? Die Antwort von Dr. Klaus A. Lankheit, Archivleiter des Instituts für Zeitgeschichte München, nach fast fünf Monaten: Da der Mann in der Mitte der ersten Reihe eine NSKK-Uniform trage, könne er „mit ziemlicher Sicherheit“ nicht Adolf Eichmann sein. Allerdings verweist Dr. Lankheit selbst auf die „oft verharmloste Rolle des NSKK“ und empfiehlt dazu das Buch von Dorothee Hochstetter „Motorisierung und ‚Volksgemeinschaft'“ aus dem Jahr 2005. Und zwar zitiert Hochstetter in diesem…
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Professor Noam Chomsky, Träger des Carl-von-Ossietzky-Preises für Zeitgeschichte und Politik, in seiner Email vom 1. August 2017 an das Marie-Josenhans-Institut: „Thanks. Important discoveries.“
geschrieben am 7. August 2017 Am 1. August 2017 bekam das Marie-Josenhans-Institut elektronische Post – von Noam Chomsky. Chomsky bedankte sich für die Email des Instituts vom gleichen Tag – er schrieb: „Thanks. Important discoveries.“ Als „wichtige Entdeckungen“ also bezeichnete Chomsky die Erkenntnisse, die sich aus dem vom Marie-Josenhans-Institut gefundenen Eichmann-Gruppenfoto ergeben. Die Korrespondenz mit Chomsky im Wortlaut: 1) Antwort von Noam Chomsky vom 1. August 2017 an das Marie-Josenhans-Institut Von: Noam Chomsky An: Soonim Shin Datum: 1. August 2017 um 19:10 Thanks. Important discoveries. 2a) Email des Marie-Josenhans-Instituts vom 1. August 2017 an Noam Chomsky Von: Soonim Shin An: chomsky@mit.edu Datum: 1. August 2017 um 10:05 Dear Professor Chomsky,…
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Professor Oliver Rathkolb, Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien, in seiner Email zum Eichmann-Foto vom 27. Juli 2017: „Vielen Dank für die Informationen.“
geschrieben am 7. August 2017 Am 27. Juli 2017 schickte Professor Oliver Rathkolb, Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien, dem Marie-Josenhans-Institut eine Email. Er antwortete damit auf die Email des Marie-Josenhans-Instituts vom 23. Juli 2017. Von: Oliver Rathkolb An: Soonim Shin Datum: 27. Juli 2017 um 09:16 Betreff: Re: Gefundenes Foto – Ihre Antwort vom 10. März 2017 Vielen Dank für die Informationen beste Grüße Oliver Rathkolb Univ.-Prof. Dr. Dr. Oliver Rathkolb Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien A-1090 Wien, Spitalgasse 2, Hof 1 Von: Soonim Shin An: oliver.rathkolb@univie.ac.at, florian.wenninger@univie.ac.at Datum: 23. Juli 2017 um 9:22 Betreff: Gefundenes Foto – Ihre Antwort vom 10. März 2017…
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Privatdozent Dr. Martin Cüppers, wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart: „Wirklich eindeutig sind darauf uniformierte Angehörige der (…) „Transportstandarte Speer“ (…) zu erkennen.“
geschrieben am 7. August 2017 Am 19. Juli 2017 schrieb Privatdozent Dr. Martin Cüppers, wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart, die Email unten – und reagierte damit auf eine Anfrage des Marie-Josenhans-Instituts vom gleichen Tag. Von: Martin Cueppers Datum: 19. Juli 2017 um 22:56 Betreff: gefundenes Foto Sehr geehrte Frau Shin, schönen Dank für Ihre E-Mail, die mir Herr Pyta mit dem Link zu Ihrem Foto zugeleitet hat. Als wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart darf ich kurz folgendes zu dem Foto ausführen: Wirklich eindeutig sind darauf uniformierte Angehörige der „NSKK-Transportgruppe Todt“, später „Transportstandarte Speer“ und schließlich „Transportkorps Speer“ zu erkennen. Das war eine Transport- und…
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Professor Michael Brocke, Direktor des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts, am 31. Mai 2017: „(…) das Foto der vielen SS-SD-Leute ist gewiss sehr wichtig, sehr interessant in vielerlei Hinsichten.“
geschrieben am 8. März 2017, aktualisiert am 5. Juni 2017 Adolf Eichmann war kamerascheu: „Sein Vater behauptete, Adolf habe sich grundsätzlich nicht fotografieren lassen,“ berichtete Wiesenthal in seinem Buch „Recht, nicht Rache“ (Ullstein Frankfurt 1988) auf Seite 96. Und Wiesenthal weiter: „Wir glaubten das anfangs nicht, aber im Laufe der Zeit sollte es sich als die Wahrheit herausstellen“. Wiesenthal erklärt Eichmanns Abneigung gegen das Fotografiertwerden so: „Eichmann war offenbar klar, dass er etwas tat, das ihn irgendwann der Verfolgung aussetzen konnte.“ Das Marie-Josenhans-Institut hat nun ein bisher unbekanntes Foto von Eichmann aus der Nazi-Zeit gefunden: Er sitzt in der Mitte der ersten Reihe (mit der Schirmmütze auf dem Kopf) –…