-
Rabbi Walter Rothschild zum Mobbing gegen den jüdischen Schüler an der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau im Interview mit dem Marie-Josenhans-Institut am 15. April 2017: „Seit Jahren, fast jedes Semester, gehen ein oder zwei Schüler.“
geschrieben am 16. April 2017, geändert am 29. Mai 2017 und am 5. Juli 2017 Der Berliner Rabbi Walter Rothschild gab dem Marie-Josenhans-Institut am 15. April 2017 in Wien ein Video-Interview. Zum Mobbing gegen den 14jährigen jüdischen Schüler an der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau sagte Rothschild im Video: „Was mich interessiert daran, ist, was für einen großen Aufruhr das jetzt verursacht hat, weil das ist schon seit Jahren passiert: Seit Jahren, fast jedes Semester gehen ein oder zwei Schüler. Die Eltern hören auf mit ihrem Optiminismus von Multi-Kulti, die Kinder haben wirklich schlechte Noten und schlechte Laune und wollen nicht in die Schule gehen. Und irgendwann sagt jemand: ‚Schluss damit, wir gehen…
-
Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) über ihre Antidiskriminierungsbeauftragte Saraya Gomis am 6. April 2017 in der Fragestunde des Berliner Abgeordnetenhauses: „Unsere Antidiskriminierungsbeauftragte ist sofort in die Schule gegangen (…).“
geschrieben am 10. und 11. April 2017, ergänzt am 12., 13., 14. April und 21. Dezember 2017 Die Antidiskriminierungsbeauftragte Saraya Gomis sei „sofort“ in die Friedenauer Schule gegangen, an der ein jüdischer Schüler gemobbt worden war, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres in der Fragestunde des Berliner Abgeordnetenhauses. Aber Frau Gomis wurde offenbar erst dann tätig, als die Medien über den Skandal berichtet hatten. 1) Die Sofortmaßnahmen von Senatorin Scheeres in der Friedenauer Gemeinschaftsschule: Gespräche mit Schülern, Lehrern, Schulleitung, eine Schulversammlung, Projekttage, schulpsychologische Trainingsveranstaltungen für Lehrer Noch immer wartet das Marie-Josenhans-Institut auf die Antwort von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), die die Mitarbeiterin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Marion Meemken schon…
-
Die Schulordnung der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau sagt: „Die Steinzeit ist vorbei. (…) Prügeleien lassen wir nicht zu. (…) An unserer Schule wird niemand bedroht oder erpresst. Klar !?“
geschrieben am 9. April 2017 In der Schulordnung der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau (siehe oben) steht klar und deutlich: „Die Steinzeit ist vorbei. (…) Prügeleien lassen wir nicht zu. (…) An unserer Schule wird niemand bedroht oder erpresst. Klar !?“ Die Schulordnung zeigt also klare Kante. Der 14jährige jüdische Schüler wurde geschlagen und getreten – und obwohl die Mutter das dem Schulleiter Uwe Runkel meldete, ging der Prügel-Terror weiter. Kann Herr Runkel seine eigene Schulordnung nicht durchsetzen ? „Die Steinzeit ist vorbei“, behauptet die Schulordnung von Friedenau. Die Realität sieht leider anders aus … Schulinspektor Dr. Daniel Latk vermerkte 2015 in seinem Inspektionsbericht auf Seite 7: „Im Sekundarschulteil der übrigen Klassen gehen…
-
Schulinspektor Dr. Daniel Latk in seinem Inspektionsbericht vom Januar 2015 zur Friedenauer Gemeinschaftsschule: „Wenig ausgeprägt ist bisher jedoch die Beteiligung (…) der Eltern an der Schulentwicklung und Planung von gemeinsamen Aktivitäten im Schulleben.“
geschrieben am 8. April 2017, ergänzt am 9. April 2017 Schwere Vorwürfe gegen Schulleiter Uwe Runkel erhob die Mutter des 14jährigen jüdischen Schülers, der in der Friedenauer Geneinschaftsschule wegen seines jüdischen Glaubens erst gemobbt und dann massiv tätlich angegriffen wurde. Der „Jüdischen Allgemeinen“ vom 6. April 2017 sagte sie: „Ich fühlte mich von der Schulleitung alleingelassen.“ Die Not ihres Sohnes habe für den Schulleiter „keine Priorität“ gehabt. Sie habe Runkel immer Vorschläge gemacht, Gäste in die Schule einzuladen, aber der Schulleiter habe ihre Emails „ignoriert“. Die Mutter wollte etwa die von Armin Langer gegründete Initiative Salaam-Schalom in die Schule einladen, um endlich das Mobbing gegen ihren Sohn zu stoppen. Salaam-Schalom…
-
Schulleiter Uwe Runkel in seinem „Offenen Brief“ von Ende März 2017 auf der Homepage seiner Schule: „Der aktuelle Fall ist der erste, bei dem das Kollegium der Friedenauer Gemeinschaftsschule das Problem des Antisemitismus wahrgenommen hat.“
geschrieben am 8. April 2017 Marie-Josenhans-Institut dokumentiert Runkels „Offenen Brief“, der von der Homepage der Schule gelöscht wurde Es war die erste öffentliche Reaktion von Uwe Runkel, Leiter der Gemeinschaftsschule Friedenau, auf das Mobbing gegen einen jüdischen Schüler an seiner Schule: Der „Offene Brief“, den Runkel Ende März auf der Homepage seiner Schule veröffentlicht hatte. Nun ist dieser Brief nicht mehr auf der Homepage der Schule zu finden … Das Marie-Josenhans-Institut dokumentiert den Brief daher an dieser Stelle im Wortlaut: „Liebe Besucher/innen unserer Homepage, folgender Artikel ist im London Jewish Chronicle über unsere Schule erschienen: https://www.thejc.com/news/world/classmates-at-berlin-school-turn-from-friends-to-attackers-after-boy-reveals-he-is-jewish-1.434990 Wir gehen davon aus, dass in weiteren Medien über den Vorfall berichtet werden wird.…
-
Uwe Runkel, Leiter der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau, am 6. April 2017 in der „Jüdischen Allgemeinen“: „Bei der Anmeldung des Schülers habe ich die Mutter darauf hingewiesen, dass wir keine Erfahrung mit jüdischen Schülern haben, die wie der 14-jährige offen mit ihrer Religion umgehen.“
geschrieben am 7. April 2017 Am Montag, den 3. April 2017, wollte Uwe Runkel, der Leiter der Friedenauer Gemeinschaftsschule, nicht mit Fernseh-Journalisten sprechen. Im Fernsehbeitrag der ARD-Tagesthemen berichtete RBB-Journalist Martin Krebbers: „Von der Schulleitung mag niemand vor die Kamera.“ Allerdings sah Herr Runkel diese Woche kein Problem darin, mit einer Journalistin der „Jüdischen Allgemeinen“ zu reden. Dieser Journalistin sagte Uwe Runkel: „Bei der Anmeldung des Schülers habe ich die Mutter darauf hingewiesen, dass wir keine Erfahrung mit jüdischen Schülern haben, die wie der 14-jährige offen mit ihrer Religion umgehen.“ Szenenwechsel. Es ist März 2016. In der Aula der Friedenauer Gemeinschaftsschule findet „eine kleine Feier“ statt, wie Karen Noetzel in der…
-
Marion Meemken von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in ihrer Email vom 6. April 2017: „Ihre Anfrage ging in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ein und wurde an die Pressestelle und das Büro der Senatorin weitergeleitet. Sie erhalten von dort eine Antwort.“
geschrieben am 7. April 2017 Marie-Josenhans-Institut bat am 5. April 2017 Senatorin Sandra Scheeres (SPD) in einer Email darum, Fragen zum Fall des 14jährigen jüdischen Mobbingopfers zu beantworten – und wartet seither auf eine Antwort von Frau Scheeres Am 5. April 2017 wurde Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) im „Tagesspiegel“ mit diesen Worten zitiert: „Der Sachstand werde jetzt aufbereitet.“ Nach den Ergebnissen dieser „Aufbereitung“ erkundigte sich das Marie-Josenhans-Institut am gleichen Tag per Email – und stellte der Senatorin eine Reihe von Fragen. Am 6. April dann die erste Reaktion aus der Senatsverwaltung: Marion Meemkes kündigte eine Antwort der Senatorin an. Offenbar ist Frau Scheeres noch mit der „Aufbereitung des Sachstandes“ beschäftigt.…
-
Die Fragestunde mit Senatorin Sandra Scheeres (SPD) im Berliner Abgeordnetenhaus am 6. April 2017 im Wortlaut
Der Wortlaut der Fragestunde mit Senatorin Sandra Scheeres im Berliner Abgeordnetenhaus am 6. April 2017 wird nach dem Plenarprotokoll (Seite 739 – 741) zitiert. Es gibt auch ein Video der Fragestunde im Internet. Dr. Susanne Kitschun (SPD): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich frage den Senat: Welche Informationen hat der Senat zum aktuellen Fall eines Berliner Schülers, der nach antisemitischen Beleidigungen und einem Angriff durch Mitschüler seine Schule verlassen hat, und wie bewertet der Senat diesen Vorfall? Präsident Ralf Wieland: Frau Senatorin Scheeres – bitte schön! Senatorin Sandra Scheeres (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Frau Kitschun! An der Friedenauer…
-
Armin Langer, Gründer der Salaam-Schalom-Initiative, am 4. April 2017 in einer Email an das Marie-Josenhans-Institut: „Die Familie wollte tatsächlich, dass unsere Initiative die Schulklasse besucht, leider ist die Schulleitung nicht auf das Angebot zurückgekommen.“
geschrieben am 5. April 2017 Marie-Josenhans-Institut fragt: Warum ruft Schulleiter Uwe Runkel nicht sofort die Feuerwehr, wenn es brennt ? Ein 14jähriger erzählte seinen Klassenkameraden im Ethik-Unterricht, er sei Jude. Darauf quälten ihn einige Mitschüler in seiner Berliner Schule monatelang: sie beleidigten ihn, schlugen und traten ihn. Die Mutter des 14jährigen informierte den Schulleiter Uwe Runkel – dennoch änderte sich nichts. Im Gegenteil: Im März 2017 überfielen Mitschüler ihren Sohn an einer Bushaltestelle, würgten ihn, zogen eine Pistole und schossen auf ihn. Erst später war klar: Die Pistole war eine Spielzeugpistole, die Kugeln aus Plastik. Der 14jährige erlitt einen Schock. Die Täter sind Jugendliche aus türkischen und arabischen Familien. Die…
