Deutschland - Juden
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Schulinspektor Dr. Daniel Latk in seinem Inspektionsbericht vom Januar 2015 zur Friedenauer Gemeinschaftsschule: „Wenig ausgeprägt ist bisher jedoch die Beteiligung (…) der Eltern an der Schulentwicklung und Planung von gemeinsamen Aktivitäten im Schulleben.“
geschrieben am 8. April 2017, ergänzt am 9. April 2017 Schwere Vorwürfe gegen Schulleiter Uwe Runkel erhob die Mutter des 14jährigen jüdischen Schülers, der in der Friedenauer Geneinschaftsschule wegen seines jüdischen Glaubens erst gemobbt und dann massiv tätlich angegriffen wurde. Der „Jüdischen Allgemeinen“ vom 6. April 2017 sagte sie: „Ich fühlte mich von der Schulleitung alleingelassen.“ Die Not ihres Sohnes habe für den Schulleiter „keine Priorität“ gehabt. Sie habe Runkel immer Vorschläge gemacht, Gäste in die Schule einzuladen, aber der Schulleiter habe ihre Emails „ignoriert“. Die Mutter wollte etwa die von Armin Langer gegründete Initiative Salaam-Schalom in die Schule einladen, um endlich das Mobbing gegen ihren Sohn zu stoppen. Salaam-Schalom…
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Schulleiter Uwe Runkel in seinem „Offenen Brief“ von Ende März 2017 auf der Homepage seiner Schule: „Der aktuelle Fall ist der erste, bei dem das Kollegium der Friedenauer Gemeinschaftsschule das Problem des Antisemitismus wahrgenommen hat.“
geschrieben am 8. April 2017 Marie-Josenhans-Institut dokumentiert Runkels „Offenen Brief“, der von der Homepage der Schule gelöscht wurde Es war die erste öffentliche Reaktion von Uwe Runkel, Leiter der Gemeinschaftsschule Friedenau, auf das Mobbing gegen einen jüdischen Schüler an seiner Schule: Der „Offene Brief“, den Runkel Ende März auf der Homepage seiner Schule veröffentlicht hatte. Nun ist dieser Brief nicht mehr auf der Homepage der Schule zu finden … Das Marie-Josenhans-Institut dokumentiert den Brief daher an dieser Stelle im Wortlaut: „Liebe Besucher/innen unserer Homepage, folgender Artikel ist im London Jewish Chronicle über unsere Schule erschienen: https://www.thejc.com/news/world/classmates-at-berlin-school-turn-from-friends-to-attackers-after-boy-reveals-he-is-jewish-1.434990 Wir gehen davon aus, dass in weiteren Medien über den Vorfall berichtet werden wird.…
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Uwe Runkel, Leiter der Gemeinschaftsschule Berlin-Friedenau, am 6. April 2017 in der „Jüdischen Allgemeinen“: „Bei der Anmeldung des Schülers habe ich die Mutter darauf hingewiesen, dass wir keine Erfahrung mit jüdischen Schülern haben, die wie der 14-jährige offen mit ihrer Religion umgehen.“
geschrieben am 7. April 2017 Am Montag, den 3. April 2017, wollte Uwe Runkel, der Leiter der Friedenauer Gemeinschaftsschule, nicht mit Fernseh-Journalisten sprechen. Im Fernsehbeitrag der ARD-Tagesthemen berichtete RBB-Journalist Martin Krebbers: „Von der Schulleitung mag niemand vor die Kamera.“ Allerdings sah Herr Runkel diese Woche kein Problem darin, mit einer Journalistin der „Jüdischen Allgemeinen“ zu reden. Dieser Journalistin sagte Uwe Runkel: „Bei der Anmeldung des Schülers habe ich die Mutter darauf hingewiesen, dass wir keine Erfahrung mit jüdischen Schülern haben, die wie der 14-jährige offen mit ihrer Religion umgehen.“ Szenenwechsel. Es ist März 2016. In der Aula der Friedenauer Gemeinschaftsschule findet „eine kleine Feier“ statt, wie Karen Noetzel in der…
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Marion Meemken von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in ihrer Email vom 6. April 2017: „Ihre Anfrage ging in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ein und wurde an die Pressestelle und das Büro der Senatorin weitergeleitet. Sie erhalten von dort eine Antwort.“
geschrieben am 7. April 2017 Marie-Josenhans-Institut bat am 5. April 2017 Senatorin Sandra Scheeres (SPD) in einer Email darum, Fragen zum Fall des 14jährigen jüdischen Mobbingopfers zu beantworten – und wartet seither auf eine Antwort von Frau Scheeres Am 5. April 2017 wurde Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) im „Tagesspiegel“ mit diesen Worten zitiert: „Der Sachstand werde jetzt aufbereitet.“ Nach den Ergebnissen dieser „Aufbereitung“ erkundigte sich das Marie-Josenhans-Institut am gleichen Tag per Email – und stellte der Senatorin eine Reihe von Fragen. Am 6. April dann die erste Reaktion aus der Senatsverwaltung: Marion Meemkes kündigte eine Antwort der Senatorin an. Offenbar ist Frau Scheeres noch mit der „Aufbereitung des Sachstandes“ beschäftigt.…
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Die Fragestunde mit Senatorin Sandra Scheeres (SPD) im Berliner Abgeordnetenhaus am 6. April 2017 im Wortlaut
Der Wortlaut der Fragestunde mit Senatorin Sandra Scheeres im Berliner Abgeordnetenhaus am 6. April 2017 wird nach dem Plenarprotokoll (Seite 739 – 741) zitiert. Es gibt auch ein Video der Fragestunde im Internet. Dr. Susanne Kitschun (SPD): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich frage den Senat: Welche Informationen hat der Senat zum aktuellen Fall eines Berliner Schülers, der nach antisemitischen Beleidigungen und einem Angriff durch Mitschüler seine Schule verlassen hat, und wie bewertet der Senat diesen Vorfall? Präsident Ralf Wieland: Frau Senatorin Scheeres – bitte schön! Senatorin Sandra Scheeres (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Frau Kitschun! An der Friedenauer…
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Armin Langer, Gründer der Salaam-Schalom-Initiative, am 4. April 2017 in einer Email an das Marie-Josenhans-Institut: „Die Familie wollte tatsächlich, dass unsere Initiative die Schulklasse besucht, leider ist die Schulleitung nicht auf das Angebot zurückgekommen.“
geschrieben am 5. April 2017 Marie-Josenhans-Institut fragt: Warum ruft Schulleiter Uwe Runkel nicht sofort die Feuerwehr, wenn es brennt ? Ein 14jähriger erzählte seinen Klassenkameraden im Ethik-Unterricht, er sei Jude. Darauf quälten ihn einige Mitschüler in seiner Berliner Schule monatelang: sie beleidigten ihn, schlugen und traten ihn. Die Mutter des 14jährigen informierte den Schulleiter Uwe Runkel – dennoch änderte sich nichts. Im Gegenteil: Im März 2017 überfielen Mitschüler ihren Sohn an einer Bushaltestelle, würgten ihn, zogen eine Pistole und schossen auf ihn. Erst später war klar: Die Pistole war eine Spielzeugpistole, die Kugeln aus Plastik. Der 14jährige erlitt einen Schock. Die Täter sind Jugendliche aus türkischen und arabischen Familien. Die…